Dein Yoga, Dein Leben & Rezept

4. September 2015

Die Anzahl unserer stillen Mitbewohner wächst kontinuierlich weiter an. Schaue ich mir allerdings unsere Bücherregale an, so findet man dort vorrangig Klassiker, Jugendbücher, Sachbücher, hier und da Belletristik, aber kaum "Sportliteratur" (nennt man das so?), also Sachbücher über diverse Sportarten. Ich besitze gerade einmal eine Handvoll solcher Bücher, was sicherlich daran liegt, dass ich eher der "visuelle Typ" bin, sprich: ich mag eher Sport-DVDs.
Und dennoch: Ich besitze "Sportliteratur". Um genauer zu sein: Bücher über Yoga und eines davon habe ich Euch HIER bereits vorgestellt. Und heute folgt nun ein weiteres, meine neuste Errungenschaft und ein Buch, das ich Euch nur wärmstens empfehlen kann: Tara Stiles - Dein Yoga, Dein Leben - Übungen, Meditation, Rezepte


Das Buch besticht zunächst durch seine wunderschöne Aufmachung, alles ist hell, freundlich und lebensfroh. Taras Schreibstil ist locker und auf Augenhöhe mit dem Leser; einen erhobenen, mahnenden Zeigefinger sucht man hier vergebens. All' das passt zu Taras Lebens- und Yogamotto: Mach' Deine eigenen Regeln. Ihr Ansatz: Yoga sollte zu Deinem Leben passen, nicht umgekehrt. Und was an regelmäßigem Yoga so toll ist, erklärt sie auch gleich:

Was ich so toll an regelmäßigem Yoga finde? Dass ich mich jedes Mal, wenn ich auf die Matte trete, nachher besser fühlen werde - egal wie. Wenn ich mich schon toll fühle, fühle ich mich danach noch toller. Geht es mir nicht so gut, dann ist Besserung in Sicht. Es klappt jedes Mal. Man muss es nur tun, tief ein- und ausatmen und sich mit Leichtigkeit bewegen. Das Ziel ist nicht, sich das Bein um den Hals zu schlingen oder auf einem Finger zu balancieren. Das Ziel ist einfach nur, sich besser zu fühlen. Die Stellungen und Bewegungen sollen lediglich dabei helfen. **

Genau das ist es, was ich an Yoga auch so mag. Wenngleich ich weiß, dass es nicht jedem so ergeht. Ich kenne Menschen, die mit Yoga nicht viel anfangen können, sie brauchen halt einfach eine andere Sportart, bei der sie sich auf andere Art und Weise auspowern können. Jeder kann selbst entscheiden, was die Beste für sich ist - auch genau das auch Taras Ansatz: Es gibt für sie nicht DIE ultimativ richtige "one fits all"-Lösung, der jeder strikt folgen muss (und dann wird das Leben schlagartig besser). Ihre Idee: Erkenne deine eigenen (sportlichen) Bedürfnisse und lerne dir selbst zu vertrauen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das Buch ist in vier Teile und insgesamt 10 Kapitel eingeteilt. In den ersten beiden Teilen (1. Verstehe die Regeln, 2. Lerne zu lieben) erklärt sie die Grundlagen ihrer Yoga-Philosophie (Mach Deine eigenen Regeln) und verrät uns eine Menge über den schmerzhaften Weg, den sie gehen musste, bevor sie zu ihrer eigenen Philosophie fand. Die restlichen beiden Teile (3. Mach dich an die Arbeit, 4. Führ alles zusammen) sind praktisch angelegt: Hier findet man diverse Yogaübungen (ausführlich und einfach erklärt, die man individuell zu einem eigenen Programm zusammenstellen kann), Meditationen, vegane Rezepte und zwei Programme: das "Sieben-Tage-Schnellstart-Programm" und der darauf aufbauende "Dreißig-Tage-Transformationsplan". Dabei dienen die  beiden Programme der Unterstützung, wenn man selbst noch kein eigenes Programm zusammenstellen möchte. 

Zusammenfassend kann ich sagen: Ein wunderschönes und motivierendes Buch, das viel Spaß macht und voller Lebensfreude steckt. Was mir besonders gut an Taras Buch gefällt: Sie schreibt nichts vor, sondern bietet lediglich ihre Hilfe an. Hilfe, damit wir uns selbst auf den eigenen Weg bringen und unsere eigenen Regeln festlegen können. Ein Beispiel: Du magst die angebotenen Yogaübungen, aber vegane Ernährung ist nicht so dein Ding? Kein Problem! Nimm' Dir das aus dem Buch, was Du brauchst und mach' Deine eigenen Regeln - dieser simple Ansatz ist es, der Taras Buch für mich zu etwas Besonderem macht. 

Zum Abschluss möchte ich noch eines meiner Lieblingsrezepte aus dem Buch mit Euch teilen: die Proteinbombe mit Schokolade und Mandelbutter.
 

Rezept

Für zwei Personen (oder in meinem Fall: alles für mich)

1 gefrorene Banane (Bananen vor dem Einfrieren immer schälen.)  oder 1 nicht gefrorene Banane und 6 Eiswürfel
1 Tasse Mandelmilch (Ich habe einen Kaffeebecher, 300 ml, genommen.)
1 gehäufter EL Mandelbutter
1 EL Kakaopulver (Ich verwende immer Kakaopulver ohne Zucker.)
1 EL pflanzliches Proteinpulver  (auf Wunsch)

Meine Tipps: Ich schneide die Banane vor dem Einfrieren in kleine Stücke, dann geht das Mixen schneller und es bleiben keine "Stückchen" übrig (Stückchen mag ich nämlich gar nicht). Ich streue immer noch ein paar Schokostreusel drauf; das Auge isst schließlich mit. 

Alles in einem Mixer geben, pürieren und genießen. Besonders nach dem Sport ist der Shake für mich ein Hochgenuss - der perfekte After-Yoga-Shake.




**Tara Stiles: Dein Yoga, Dein Leben. Übungen, Meditationen, Rezepte. Aus dem Englischen: Iris Halbritter. München 2015, S. 103.

Kommentare

  1. mmmh der Shake klingt ja lecker. Mandelmilch habe ich noch nie gekauft, die muss ich mir erstmal suchen aber einen Versuch wäre der Shake auf jeden Fall wert. Vielen Dank und ein schönes Wochenende, Nina

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    1. Der Shake ist wirklich richtig lecker! Und Mandelmilch kann man easypeasy selbermachen oder sie in fast jedem Supermarkt kaufen; allerdings ist es bei der gekauften etwas schwieriger "ungesüßte" Mandelmilch zu finden.

      Ich wünsche Dir auch ein tolles Wochenende!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Ein toller Buchtipp, Nicole. :) Ich finde ja auch, dass jeder seinen Sport finden muss. Yoga mag ich auch, aber es hat mich nicht auf lange ausschließlich befriedigen können. Ich brauche, wie ich ja seit kurzem feststelle, dieses "andere" Auspowern. Aber manche Übung aus dem Yoga hilft mir bei den anderen Sachen, die ich mache und ich kann mir vorstellen, immer mal wieder etwas davon in meine Sportstunden mit einzubauen.
    Wer aber Yoga noch nie ausprobiert hat, sollte es vielleicht einmal testen und nicht vor(schnell)urteilen. Es gibt ja auch diverse Arten, da muss man u. U. schon ein wenig länger suchen, bis man seins gefunden hat.
    Genau dabei könnte das Buch, so wie Du es beschreibst, helfen, denke ich. Na, und wer mag nicht ein paar leckere neue Rezepte entdecken? :)

    Hab ein schönes Wochenende,

    Tina

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    1. Liebe Tina,

      das sehe ich genauso. Ich mache z.B. bisher auch nicht jeden Tag das "volle Programm" Yoga, sondern kombiniere Yoga mit Pilates und Ausdauertraining. Das ist meine Mischung und für mich funktioniert sie sehr gut.

      Ich bin glücklich, dass ich mir das Buch gekauft habe, denn es ist wirklich inspirierend und ich habe jetzt Lust auf "noch mehr" Yoga.

      Es ist toll, dass Du nun etwas für Dich gefunden hast, was Dir richtig Spaß macht )wie man ja sehen kann auf Instagram ;-).

      Ich wünsche Dir auch ein wunderbares Wochenende!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Danke für den Tipp, liebe Nicole. Als Yoga Neuling ist es genau richtig und wenn der Regen heute mal aussetzt werde ich schnell in die nächste Buchhandlung düsen.
    Herzlichst Ulla

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    1. Liebe Ulla,

      es freut mich, dass Dir mein Tipp gefällt. Ich hoffe, dass Dir das Buch viel Spaß und Motivation bringt - so wie bei mir.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Liebe Nicole!
    Ich bin bei Sportsachen auch eher der visuelle Typ, sprich: Yoga mach ich nur nach Videoanleitung. Aber das Buch klingt toll!
    Dein Shake klingt voll lecker! Der wird auf jeden Fall mal nachgemacht :-)
    Liebe Grüße,
    Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      und wieder eine Gemeinsamkeit ;-). Das Buch ist wirklich toll, mir hat es sehr gut gefallen und ich nehme es immer wieder gerne in die Hand. Und der Shake ist echt lecker; ich freue mich während des Sports immer schon darauf, ihn danach genießen zu können. So soll's sein, oder?! ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Liebe Nicole, ich wollte schon immer mal Yoga machen, aber irgendwie hat es sich nie ergeben... Aber dein Buch macht mir richtig Lust und das Rezept hört sich super lecker an :o) Danke für die tolle Buchvorstellung! Liebste Sonntagsgrüße Kerstin B.

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  6. Liebe Nicole,
    Das Buch steht schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, aber ich wusste halt nicht so recht .... Aber ich glaube: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, es mir zu kaufen bzw. aktiv zu wünschen (ich hab ja bald Geburtstag). Danke für die schöne Vorstellung und die Anregung.

    Liebe Grüße
    Nika

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    1. Hihi, ich habe auch bald Geburtstag. Wir sind halt Herbstkinder, nicht wahr. ;-) Dann drücke ich Dir ganz fest die Daumen, dass Du es bald in Händen halten kannst - ob nun selbst gekauft oder als Geschenk. So oder so: Es ist toll!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  7. Hallo Nicole,

    Yoga interessiert mich auch schon länger, aber ich scheue mich noch in einen Kurs zu gehen, in dem schon die meisten erfahren sind (auch wenn er explizit für Anfänger ausgeschrieben ist). Meine Beweglichkeit ist ziemlich verkümmert die letzten Jahre und ich mag mich nicht blamieren. Der Buchtipp könnte da schon eher was für mich sein, werde mal schauen.

    Zu dem Rezept: hast du es auch schon mit anderem Obst probiert? Bin ja nicht so der Bananentyp, insgesamt klingt es aber sehr interessant. Speichere es mir aber mal ab.

    Viele Grüße, Silke

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    1. Liebe Silke,

      ich mag solche Kurse auch nicht, allerdings weil ich keine "Gruppensportaktivitäten" mag. Ich war eine zeitlang mal im Fitniss-Studio und fand die Arbeit mit den Geräten super, aber die anderen Menschen haben mich irritiert. Für einen scheuen Menschen wie mich ist eine solche Situation schwierig.

      Schau Dir das Buch mal in Ruhe an. Wenn Dir eine visuelle Unterstützung lieber ist, dann schau Dir mal die DVD an, die ich in diesem Post http://www.streifenliebe.de/2015/05/meine-sportroutine-tipps-eine-verlosung.html vorgestellt habe: Yoga-Works - Das Basisprogramm. Die ist wirklich ganz wunderbar für Einsteiger geeignet.

      Liebe Grüße
      Nicole

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    2. Ach ja, das Rezept! Das habe ich fast vergessen. Ja, ich habe es mal mit gefrorenen Waldbeeren probiert und das hat auch sehr gut geschmeckt.
      Ich mag eigentlich auch keine Bananen, esse sie gar nicht. Aber in einem Shake gibts für mich nichts Besseres.

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    3. Interessanterweise finde ich Banane in Smoothies auch nicht so übel, vielleicht probiere ich dein Rezept einfach mal aus. Der Liebste mag Banane, daher findet sich auf jeden Fall ein Abnehmer ;)

      Den Tipp mit der DVD werde ich mir später mal näher anschauen, habe früher Zumba mit DVD gemacht und bin auch sehr gut damit klargekommen. Vielleicht werde ich doch noch eine Yoga-Tante... :)

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  8. Ich hätte da mal eine Frage, worüber ich im Netz nichts genaues finde und versuche es mal hier. Ich liebe dieses Buch und möchte auch die Rezepte nachkochen. In vielen Rezepten ist bei der Mengenangabe von 1 Tasse, bzw. 1 1/4 Tasse usw. die Rede. Bei Smothie- bzw. Saftrezepten muß dass ja nicht so genau sein, aber bei Keksen und Toffees und Kuchen brauche ich eine ganz genaue Angabe. Kann mir da jemand weiter helfen? Wenn ich bei Repepthomepages schaue, ist das anscheinend sehr unterschiedlich, da Schwanken die Angaben für 1 Tasse zwischen 125 bis 300 ml. Vielen dank schönmal und lieben Gruß Michaela

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    1. Liebe Michaela,

      ich weiß nicht, warum, aber Dein Kommentar ist heute (!) erst in meinen Spamordner aufgetaucht (vielleicht lag es am Templatewechsel?!). In der Hoffnung, dass Du das hier doch noch lesen wirst: Ich nehme immer 200ml Tassen, das scheint zu passen.

      Liebe Grüße
      Nicole

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