Hallo 2017

4. Februar 2017

Das neue Jahr ist nun schon einen Monat und vier Tage „alt“ (wie schnell ging das denn bitte?) und ging genauso turbulent los wie das alte endete. Im Dezember dachte ich daran, einen Jahresrückblick zu schreiben, aber so viel ist 2016 passiert, in meinem Leben hat sich so viel verändert, dass ich gar nicht wusste, wo ich beginnen und wo ich enden sollte.


Betrachte ich 2016 in „Fakten“, so kommt es mir eigentlich gar nicht so spektakulär: 

6 – Derzeit betreue ich sechs Hunde pro Tag.
7 – An sieben Tagen bin ich jeweils sechs Stunden pro Tag im Tierheim, außer sonntags, da sind es nur vier.
15 – Knapp 15 Kilo habe ich 2016 abgenommen. Einfach so, einfach durch die viele Bewegung. Und das Essen: Ich esse mehr als vorher und mit Vorliebe immer noch Kuchen, Schoki und Co.
40 – Ungefähr vierzig Kilometer gehe ich pro Tag. Und das mit einer Leichtigkeit, die ich nie für möglich gehalten hätte. Aber nur mit einem Hund an meiner Seite. Der Weg von unserer Wohnung bis zum Supermarkt (ca. 2 Kilometer) ist mir immer noch zu weit.
61 – Genau einundsechzig Posts gab es auf StreifenLiebe 2016. Wenige, bedenke ich, dass es 2015 über die Hälfte mehr waren. Das hat mich eine gewisse Zeit lang sehr traurig gemacht und ich fühlte mich schlecht, schuldig und unsicher. So sehr, dass das Bloggen beinahe zu Last wurde. Ich musste für mich einen neuen Weg finden (siehe HIER) – und das habe ich; er macht mich glücklich.

2016. Eine einfache Zahl, aber kein einfaches Jahr, denn ich habe viel zu wenig an mich gedacht – und dennoch ein wunderschönes, das mich bereichert und verändert hat. Ich habe in dem Jahr so viel über mich gelernt, meine Stärken und Schwächen – und eine (nennen wir es) Aufgabe gefunden, dass mich in einer Weise glücklich macht und befriedigt, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte: die Arbeit mit Hunden.

Zunächst war ich ganz normale Hundepatin, eine Gassigängerin. Doch sehr schnell vertraute man mir auch die vermeintlich schwierigen Hunde an und ich verstand schnell, dass Gassigehen hier nicht ausreicht. Denn ein pöbelnder Rottweiler an der Leine macht das Gassigehen schwer. Also wurde aus dem Gassigehen ganz schnell Arbeit. Arbeit am Hund und Arbeit an mir. Mir jeder Herausforderung habe ich mehr an mir gearbeitet, mehr dazu gelernt und mehr Erfolge verbuchen können. Und zu all dem kam das Glücklichsein über all dies. Die Arbeit mit den Hunden, ja sogar die blauen Flecken, die damit hin und wieder verbunden sind, machen mich unheimlich glücklich – und mindestens genauso dankbar. So sehr, dass ich sogar darüber nachdenke, mein „Hobby“ zum Beruf zu machen – wenn mir da nicht meine Selbstzweifel im Wege stehen würden.
Und das Beste daran: Ich teile diese Leidenschaft mit dem Helden, was das Ganze noch schöner und zu etwas ganz Besonderem macht. Wir ergänzen uns sehr gut, verfolgen den gleichen Ansatz und gehen doch im Einzelnen oft anders vor (was meist daran liegt, dass ich nicht die gleiche körperliche Präsenz habe wie der Held). Wir lernen von und miteinander und wachsen so gemeinsam an jeder neuen Aufgabe. Ein wunderbares Gefühl.

Und so kommen wir zum neuen Jahr. Wie schon angedeutet, begann das Jahr recht turbulent, aufregend, (emotional) stressig und nervenzehrend. Es gibt Konflikte zu klären, Stellung zu beziehen, mich selbst abzugrenzen und bei all dem mir selbst treu zu bleiben.
Ihr wisst ja, ich treffe keine „guten Vorsätze“ für ein neues Jahr, sondern lasse es lieber auf mich zukommen und nehme es so, wie es ist. Und dennoch habe ich mir bestimmte Dinge für 2017 vorgenommen:

Offener, achtsamer und liebevoller mit mir selbst, meinen Ängsten und Unsicherheiten umgehen
Mehr Zeit für mich selbst – und somit auch für StreifenLiebe nehmen
„Nein“ sagen, wenn mir danach ist
Mir weniger Gedanken darüber machen, was andere von mir denken
Weniger an das Morgen denken, sondern das Heute mehr genießen
Mir selbst mehr ver- und zutrauen

Allerdings betrachte ich sie nicht als „gute Vorsätze“, sondern als eher als Leitideen. Kein Druck, einfach „nur“ Denkanstöße. Und was alles weitere betrifft: Ich freue mich auf all die schönen Momente, die da kommen und darauf, im neuen Jahr noch mehr über mich selbst zu erfahren.

In diesem Sinne ein spätes, aber herzliches und fröhliches: Hallo 2017!





Note: Diesen Post habe ich von meinem ersten Blog StreifenLiebe importiert, da er zu meinen Lieblingen gehört. Leider hat der Import der Kommentare zu diesem Post nicht geklappt und daher für Euch der Link zum Originalpost: HIER.

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