13. Dezember 2018

Weihnachtstraum oder: ein gutes Gefühl

Ich sehne mich nach Ruhe und Stille, nach Rückzug, Innehalten und Klarheit, nach Reduktion, um mich auf das zu konzentrieren, was mir gerade wichtig ist und was ich brauche. Ich träume von Weihnachten im Schnee, in einer Hütte inmitten eines verschneiten Waldes. Nach langen Spaziergängen im tiefen Schnee, nur das Knirschen des Schnees unter unseren Füßen und knackende Äste sind zu hören - und natürlich Ottos freudiges Quietschen, der die Schneelandschaft in vollen Zügen genießt, Einkehr in die wohlige Wärme der Hütte.
In ihr duftet es nach Eukalyptus und Tannengrün, nach heißem Kakao,  selbstgebackenen Plätzchen und Kaminfeuer. Hier und Jetzt ist die Zeit, um es sich gemütlich zu machen: sich gemeinsam auf die Couch zu kuscheln, zu lesen, lange, intensive Gespräche zu führen, die gemeinsame Zeit in vollen Zügen zu genießen. Zeit und Ruhe, um jeden Moment intensiv zu erleben und einfach ganz bei sich zu sein, während man den Schneeflocken beim Tanzen zuschaut.

Auch wenn die warme Hütte im Wald und wohl auch die glitzernde Schneelandschaft dieses Jahr noch nicht in Erfüllung gehen, so weiß ich, dass alles andere an Weihnachten auf mich wartet. Hier in meinem Zuhause. Und das nicht nur an Weihnachten... Ein gutes Gefühl.
28. November 2018

Alte Muster erkennen und wieder Ruhe in den Alltag bringen

Die vergangenen Wochen waren vollgepackt mit Aufgaben, Terminen und übervollen To-do-Listen. Der Tag hat einfach zu wenige Stunden, dachte ich oft und hüpfte von einer Aufgabe zur nächsten. Es fühlte sich anfangs gut an und alles machte Spaß, aber dann kam Anfang November der erste freie Tag und ich fühlte mich schlecht: Ich konnte einfach nicht abschalten, weder mein Körper noch mein Kopf, und gleichzeitig fühlte ich mich erschöpft. Und recht schnell meldete sich auch das schlechte Gewissen zurück, dass mir sagte, dass Zeit für mich ein Luxus sei, den ich mir nicht leisten darf. 

Veränderung beginnt im Kopf 

Das war der Punkt, an dem ich merkte, dass ich in alte und sehr bekannte Verhaltensmuster zurückgefallen bin. Und genau an diesem Tag beschloss ich, wieder regelmäßig innezuhalten und einfach mal weniger und manchmal sogar nichts zu tun. Kurzum: Mir Zeit für mich zu nehmen. Schließlich sind Zeiten der Ruhe, in denen ich mir selbst eine kleine Auszeit schenke, nicht nur essentiell für meinen Körper, sondern vor allem für mein seelisches Gleichgewicht.

Sicherlich, das ist einfacher gesagt als getan. Ich neige in stressigen Zeiten immer noch dazu, mich zu überfordern und gar nicht zu merken, was gerade mit mir passiert. Die alten Muster sind zu vertraut und fühlen sich auch gut an, schließlich ist dies auch genau das, was uns überall und stetig suggeriert wird: ständiges Tun ist gut, Langsamkeit oder gar Stillstand sind schlecht. Leistungsgesellschaft eben: das Tempo immer schön hoch halten und nach mehr streben.
In solchen Zeiten fällt mir dann schwer, einfach mal innezuhalten und nichts zu tun, einfach eine gewisse Zeit, ganz gleich wie kurz sie auch ist, mich auf mich zu konzentrieren, einfach mal in mich hinein zu hören und zu erkennen, was ich gerade brauche. Vorallem dann nicht, wenn die To-do-Liste voll ist. Aber das sollte uns nicht davon anhalten, es dennoch zu versuchen. Denn das Gute ist: Man kann lernen, Ruhe- und Entspannungszeiten einzuhalten und vor allem auch anzunehmen, sodass sie einem wirklich guttun. Alles eine Frage der Übung. 

Mein Notfallkoffer

Was mir in den letzten Wochen - neben dem Innehalten und Nichtstun - geholfen hat, wieder Ruhe und Entspannung in meinen Alltag einzubauen: 

// Stille: Ich habe mich bewusst aus dem Leben 2.0 herausgenommen und auch in meinem Alltag deutlich weniger gesprochen. 

// Nein-sagen: Ich sagte öfter Nein zu etwas, wenn mein Tagesplan sowieso schon zu voll war, auch wenn mein schlechtes Gewissen innerlich lautstark protestierte.

// Akzeptanz: Ich kann nicht alles gleichzeitig machen, ich muss priorisieren und ich kann nicht alles immer perfekt machen. Das zu akzeptieren, war eine Wohltat. 

// Wohlwollend mit mir selbst umgehen: Nicht ständig über mein eigenes Verhalten urteilen und mich ständig unter Druck setzen, sondern einfach mal nett zu mir sein und mir selbst auch zugestehen, dass es mir gut gehen darf. 

//  Spazierengehen und dabei einfach nichts wollen, sondern einfach nur sein.

// Monotasking: Nur einer Sache gleichzeitig meine volle Aufmerksamkeit schenken und mich auf sie konzentrieren, ganz gleich, wie laut alle anderen Sachen "HIER, HIER" schreien.

Sollte ich es nicht besser wissen?

Warum schreibe ich das? Schließlich habe ich doch schon oft darüber geschrieben, wie wichtig Ruhephasen und Auszeiten sind. Sollte ich es dann nicht besser wissen? Warum passiert mir es mir überhaupt noch, dass ich nicht mehr abschalten kann?

Meine Antwort ist einfach: Ich schreibe das hier, weil ich einfach nur ein Mensch bin, der eben auch mal strauchelt und jederzeit in alte und so vertraute Verhaltensmuster zurückfallen kann. Ich bin nicht perfekt, mir fällt nicht alles immer leicht. Und auch ich muss mich immer wieder an das erinnern, was ich weiß und konstant an mir arbeiten. Aber genau das ist der kleine, feine Unterschied zu meinem "alten" Ich: Ich habe es gelernt und habe heute die Möglichkeit, mich daran zu erinnern, was ich weiß, weil ich heute weiß, wie wichtig und notwendig Auszeiten für mein inneres Gleichgewicht sind.


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17. November 2018

Capsule Wardrobe: Herbst/Winter

Ende Oktober (!) war es soweit: Der Sommer zog aus dem Kleiderschrank aus und der Herbst und Winter zog freudig ein. Da das Wetter sich recht launig zeigt, sodass wir temperatumäßig ständig zwischen Herbst und Winter - je nach Tageszeit - schwanken, habe ich mich entschieden, diese Jahr die Kleidung nicht mehr nach Herbst und Winter zu trennen, sondern gleich beides vom Speicher zu holen. 
Bei diesen Wetterverhältnissen bin ich mehr als glücklich darüber, dass meine Capsule Wardrobe so flexibel ist und ausschließlich aus Teilen besteht, die miteinander (oder treffender formuliert: übereinander) kombinierbar sind. Bei der ein oder anderen morgendlichen Hunderunde benötigte ich tatsächlich schon Handschuhe und bei den Abendspaziergängen sind Schal und Mütze fast schon obligatorisch. Tagsüber werden es aber hin und wieder milde 17 Grad, sodass die dicke Jacke und Co. durch einen Hoodie ersetzt werden können.

Ich liebe die kühlere Jahreszeit und freue mich, endlich wieder kuschelige Pullis, Boots und XXL-Schals tragen zu können. Und so sieht sie aus, meine Capsule Wardrobe für den Herbst und Winter:

Capsule Wardrobe Herbst/Winter






Cozy, comfy & flexible

Wie immer besteht meine Capsule Wardrobe aus etwas mehr Teilen, als es vielleicht bei der ursprünglichen Idee gedacht ist (aber wer braucht schon Regeln?!). So ist mein Leben eben, ich trage nicht ein und das selbe Outfit den ganzen Tag, sondern passe mich den Gegenheiten an; im Wald und bei der Arbeit mit den Hunden benötige ich andere Kleidung als bei einem Seminar. 

Einige Kleidungsstücke fehlen auf meiner Abbildung:
  • ein weiteres paar robustere Gummistiefel für die Waldrunden
  • Wanderschuhe
  • diverse Mützen und Handschuhe 
Und was definitiv eine eigene Capsule Wardobe-Abbildung wert wäre: meine Schlafanzüge, in die ich immer schlüpfe, sobald ich zuhause bin. Die sprengen wohl definitiv den üblichen Rahmen einer Capsule Wardrobe. Und wenn ich auch sonst der Meinung bin, dass weniger mehr ist, gilt dies definitiv nicht für kuschelige Schlafanzüge - und wird es wohl auch nie.


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