Drei gute Gründe für Digital Detox

4. Februar 2018

Letztes Jahr im September startete ich mein kleines "7-Tage-Offline-Projekt" (siehe HIER). Vielleicht erinnert Ihr Euch noch daran, dass ich so meine Schwierigkeiten damit hatte, es aber letztlich für mich erfolgreich mit der Erkenntnis abschließen konnte, dass hin und wieder ein wenig Digital Detox richtig guttut. Und ich nahm mir vor, dass ich nun regelmäßig Pausen vom Leben 2.0 einlegen möchte. 

Das Leben im WWW ist toll, keine Frage. Jederzeit sind Informationen und Inspirationen verfügbar, man hat die Möglichkeit, sich mit wunderbaren Menschen rund um den Globus zu vernetzen und trotz riesiger Distanzen an ihrem Leben teilzuhaben. Das ist alles wunderbar und ich möchte das auf keinen Fall missen. Doch leider neige ich dazu, mich in den Weiten des WWW - mit all seinen Möglichkeiten - zu verlieren ("Stichwort": Konsum statt Genuss) und so geraten das Leben 1.0 und 2.0 schnell aus der Balance.  

Ich vergleiche meinen damaligen Umgang mit dem WWW gerne mit einer Tüte Chips: Ich schaffe es nicht, nur zwei oder drei Chips zu essen, ich esse unkontrolliert (!) die ganze Tüte (und ich glaube, ich bin damit nicht alleine!?). Aus diesem Grund kaufe ich keine Chips mehr. Ganz so weit wollte ich mit dem WWW nicht gehen, schließlich mag ich mein Leben 2.0 sehr gerne. Es musste halt nur ein gesünderer Umgang damit gefunden werden. 

Aus diesem Grund kam das Projekt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Und um es kurz zu machen: Es klappt sehr gut. Das Projekt hat mich achtsamer werden lassen, was den Umgang mit der digitalen Welt angeht. Ich habe erkannt, dass eine gute Balance für mich wichtig ist, um beide Leben auch wirklich zu genießen. Mein Smartphone nehme ich nur noch selten am Tag in die Hand und wenn, dann ganz bewusst (nicht mehr so "husch-husch-nebenbei"). Aber das war auch nie so wirklich mein Problem. 

Mein Problem lag eher im Umgang mit meinem Laptop. Das Projekt zeigte mir deutlich, dass ich mich viel zu häufig durch "sinnfreies" Surfen selbst stresste, weil ich das aus den Augen verlor, was ich eigentlich machen musste/sollte/wollte.  Neben dem Stress, den ich mir selbst machte, verlor ich aber auch mich selbst und das, was mir wichtig ist, aus den Augen; meine eigene Kreativität und meine Motivation litten stark darunter. Doch das hat sich geändert. 

Noch während meines Projekts löschte ich konsequent diverse Links zu Webseiten, die mich nicht wirklich glücklich machten und ich erstellte mir meine eigene Art "Feedreader" für die Seiten, die ich wirklich mag und auf denen ich mich ein stückweit wie Zuhause fühle (mir ist das wichtig!). Ich nehme mir heute bewusst Zeit, um diese Seiten zu besuchen und nehme mir Zeit, um sie zu genießen. Und wenn ich mal keine Zeit oder einfach keine Lust habe, dann habe ich heute auch nicht mehr ständig das Gefühl, etwas zu verpassen. Auch lege ich heute einmal pro Monat bewusst eine längere Pause vom Leben 2.0 ein, um mich ausschließlich dem Leben 1.0 zu widmen. Ich vermisse das WWW  dann zwar hin und wieder, aber das ist okay. Ein wenig "Vermissen" hält die Beziehung frisch.  

Digital Detox tut mir gut und diese drei Gründe sind mir dabei besonders wichtig: 

1. Ich bin kreativer und motivierter. - Das WWW sprüht nur so vor Inspirationen, überall prasseln sie auf einen ein. Einerseits ist das eine tolle Sache, anderseits besteht aber auch die Gefahr, die eigene Kreativität zu blockieren. Ich neige zu unnötigen und nicht teilweise absurden Vergleichen (siehe HIER), sodass mir meine eigenen Ideen oftmals zu klein, zu unbedeutend erscheinen oder ich verliere mich in meinen Ideen, wenn zu viel auf mich einwirkt. Durch Digital Detox habe erkannt, dass ich Ruhe und wenig Ablenkung von außen benötige, um kreativ sein zu können. Und das wiederum steigert meine Motivation.

2. Ich bin achtsamer mit mir und meinen Bedürfnissen. - "Eigentlich wollte ich doch..." Diesen Satz habe ich unfassbar häufig verwendet, wenn ich mir meinen Tag im Rückblick so angesehen habe und mich fragte, warum ich mich gestresst fühle, wobei ich doch "so wenig" geschafft habe. Oder ich mich fragte, warum ich schon wieder Kopfschmerzen habe, und ich erkennen musste, dass ich vor lauter surfen wieder einmal vergessen habe, etwas zu trinken (ja, so bin ich, bei Ablenkung vergesse ich sogar zu essen und zu trinken). Da ich mir heute meine Zeit viel besser einteile und bewusst Zeit im Leben 2.0 verbringe, gehe ich achtsamer mit mir und meinen Bedürfnissen um.

3. Ich bin zufriedener und gelassener. - Im Grunde schließt das Punkt 1 und 2 mit ein. Da ich heute bewusster mit dem Leben 2.0 umgehe und Digital Detox in meinen Alltag integriert habe, schaffe ich mehr Zeit, mehr Freiräume für mich. Zu erkennen, dass das Leben 2.0 zwar toll ist, aber nicht immer gut für mich (da wären wir wieder bei den Chips) und etwas zu verpassen gar nicht so schlimm ist, macht mich zufriedener und gelassener.
 

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