Die vergangenen Wochen waren vollgepackt mit Aufgaben, Terminen und übervollen To-do-Listen. Der Tag hat einfach zu wenige Stunden, dachte ich oft und hüpfte von einer Aufgabe zur nächsten. Es fühlte sich anfangs gut an und alles machte Spaß, aber dann kam Anfang November der erste freie Tag und ich fühlte mich schlecht: Ich konnte einfach nicht abschalten, weder mein Körper noch mein Kopf, und gleichzeitig fühlte ich mich erschöpft. Und recht schnell meldete sich auch das schlechte Gewissen zurück, dass mir sagte, dass Zeit für mich ein Luxus sei, den ich mir nicht leisten darf.

Veränderung beginnt im Kopf 

Das war der Punkt, an dem ich merkte, dass ich in alte und sehr bekannte Verhaltensmuster zurückgefallen bin. Und genau an diesem Tag beschloss ich, wieder regelmäßig innezuhalten und einfach mal weniger und manchmal sogar nichts zu tun. Kurzum: Mir Zeit für mich zu nehmen. Schließlich sind Zeiten der Ruhe, in denen ich mir selbst eine kleine Auszeit schenke, nicht nur essentiell für meinen Körper, sondern vor allem für mein seelisches Gleichgewicht.

Sicherlich, das ist einfacher gesagt als getan. Ich neige in stressigen Zeiten immer noch dazu, mich zu überfordern und gar nicht zu merken, was gerade mit mir passiert. Die alten Muster sind zu vertraut und fühlen sich auch gut an, schließlich ist dies auch genau das, was uns überall und stetig suggeriert wird: ständiges Tun ist gut, Langsamkeit oder gar Stillstand sind schlecht. Leistungsgesellschaft eben: das Tempo immer schön hoch halten und nach mehr streben.
In solchen Zeiten fällt mir dann schwer, einfach mal innezuhalten und nichts zu tun, einfach eine gewisse Zeit, ganz gleich wie kurz sie auch ist, mich auf mich zu konzentrieren, einfach mal in mich hinein zu hören und zu erkennen, was ich gerade brauche. Vorallem dann nicht, wenn die To-do-Liste voll ist. Aber das sollte uns nicht davon anhalten, es dennoch zu versuchen. Denn das Gute ist: Man kann lernen, Ruhe- und Entspannungszeiten einzuhalten und vor allem auch anzunehmen, sodass sie einem wirklich guttun. Alles eine Frage der Übung. 

Mein Notfallkoffer

Was mir in den letzten Wochen - neben dem Innehalten und Nichtstun - geholfen hat, wieder Ruhe und Entspannung in meinen Alltag einzubauen: 

// Stille: Ich habe mich bewusst aus dem Leben 2.0 herausgenommen und auch in meinem Alltag deutlich weniger gesprochen. 

// Nein-sagen: Ich sagte öfter Nein zu etwas, wenn mein Tagesplan sowieso schon zu voll war, auch wenn mein schlechtes Gewissen innerlich lautstark protestierte.

// Akzeptanz: Ich kann nicht alles gleichzeitig machen, ich muss priorisieren und ich kann nicht alles immer perfekt machen. Das zu akzeptieren, war eine Wohltat. 

// Wohlwollend mit mir selbst umgehen: Nicht ständig über mein eigenes Verhalten urteilen und mich ständig unter Druck setzen, sondern einfach mal nett zu mir sein und mir selbst auch zugestehen, dass es mir gut gehen darf. 

//  Spazierengehen und dabei einfach nichts wollen, sondern einfach nur sein.

// Monotasking: Nur einer Sache gleichzeitig meine volle Aufmerksamkeit schenken und mich auf sie konzentrieren, ganz gleich, wie laut alle anderen Sachen "HIER, HIER" schreien.

Sollte ich es nicht besser wissen?

Warum schreibe ich das? Schließlich habe ich doch schon oft darüber geschrieben, wie wichtig Ruhephasen und Auszeiten sind. Sollte ich es dann nicht besser wissen? Warum passiert mir es mir überhaupt noch, dass ich nicht mehr abschalten kann?

Meine Antwort ist einfach: Ich schreibe das hier, weil ich einfach nur ein Mensch bin, der eben auch mal strauchelt und jederzeit in alte und so vertraute Verhaltensmuster zurückfallen kann. Ich bin nicht perfekt, mir fällt nicht alles immer leicht. Und auch ich muss mich immer wieder an das erinnern, was ich weiß und konstant an mir arbeiten. Aber genau das ist der kleine, feine Unterschied zu meinem "alten" Ich: Ich habe es gelernt und habe heute die Möglichkeit, mich daran zu erinnern, was ich weiß, weil ich heute weiß, wie wichtig und notwendig Auszeiten für mein inneres Gleichgewicht sind.


Credits: Photo by rocknwool on Unsplash

Alte Muster erkennen und wieder Ruhe in den Alltag bringen

Die vergangenen Wochen waren vollgepackt mit Aufgaben, Terminen und übervollen To-do-Listen. Der Tag hat einfach zu wenige Stunden, dachte ich oft und hüpfte von einer Aufgabe zur nächsten. Es fühlte sich anfangs gut an und alles machte Spaß, aber dann kam Anfang November der erste freie Tag und ich fühlte mich schlecht: Ich konnte einfach nicht abschalten, weder mein Körper noch mein Kopf, und gleichzeitig fühlte ich mich erschöpft. Und recht schnell meldete sich auch das schlechte Gewissen zurück, dass mir sagte, dass Zeit für mich ein Luxus sei, den ich mir nicht leisten darf.

Veränderung beginnt im Kopf 

Das war der Punkt, an dem ich merkte, dass ich in alte und sehr bekannte Verhaltensmuster zurückgefallen bin. Und genau an diesem Tag beschloss ich, wieder regelmäßig innezuhalten und einfach mal weniger und manchmal sogar nichts zu tun. Kurzum: Mir Zeit für mich zu nehmen. Schließlich sind Zeiten der Ruhe, in denen ich mir selbst eine kleine Auszeit schenke, nicht nur essentiell für meinen Körper, sondern vor allem für mein seelisches Gleichgewicht.

Sicherlich, das ist einfacher gesagt als getan. Ich neige in stressigen Zeiten immer noch dazu, mich zu überfordern und gar nicht zu merken, was gerade mit mir passiert. Die alten Muster sind zu vertraut und fühlen sich auch gut an, schließlich ist dies auch genau das, was uns überall und stetig suggeriert wird: ständiges Tun ist gut, Langsamkeit oder gar Stillstand sind schlecht. Leistungsgesellschaft eben: das Tempo immer schön hoch halten und nach mehr streben.
In solchen Zeiten fällt mir dann schwer, einfach mal innezuhalten und nichts zu tun, einfach eine gewisse Zeit, ganz gleich wie kurz sie auch ist, mich auf mich zu konzentrieren, einfach mal in mich hinein zu hören und zu erkennen, was ich gerade brauche. Vorallem dann nicht, wenn die To-do-Liste voll ist. Aber das sollte uns nicht davon anhalten, es dennoch zu versuchen. Denn das Gute ist: Man kann lernen, Ruhe- und Entspannungszeiten einzuhalten und vor allem auch anzunehmen, sodass sie einem wirklich guttun. Alles eine Frage der Übung. 

Mein Notfallkoffer

Was mir in den letzten Wochen - neben dem Innehalten und Nichtstun - geholfen hat, wieder Ruhe und Entspannung in meinen Alltag einzubauen: 

// Stille: Ich habe mich bewusst aus dem Leben 2.0 herausgenommen und auch in meinem Alltag deutlich weniger gesprochen. 

// Nein-sagen: Ich sagte öfter Nein zu etwas, wenn mein Tagesplan sowieso schon zu voll war, auch wenn mein schlechtes Gewissen innerlich lautstark protestierte.

// Akzeptanz: Ich kann nicht alles gleichzeitig machen, ich muss priorisieren und ich kann nicht alles immer perfekt machen. Das zu akzeptieren, war eine Wohltat. 

// Wohlwollend mit mir selbst umgehen: Nicht ständig über mein eigenes Verhalten urteilen und mich ständig unter Druck setzen, sondern einfach mal nett zu mir sein und mir selbst auch zugestehen, dass es mir gut gehen darf. 

//  Spazierengehen und dabei einfach nichts wollen, sondern einfach nur sein.

// Monotasking: Nur einer Sache gleichzeitig meine volle Aufmerksamkeit schenken und mich auf sie konzentrieren, ganz gleich, wie laut alle anderen Sachen "HIER, HIER" schreien.

Sollte ich es nicht besser wissen?

Warum schreibe ich das? Schließlich habe ich doch schon oft darüber geschrieben, wie wichtig Ruhephasen und Auszeiten sind. Sollte ich es dann nicht besser wissen? Warum passiert mir es mir überhaupt noch, dass ich nicht mehr abschalten kann?

Meine Antwort ist einfach: Ich schreibe das hier, weil ich einfach nur ein Mensch bin, der eben auch mal strauchelt und jederzeit in alte und so vertraute Verhaltensmuster zurückfallen kann. Ich bin nicht perfekt, mir fällt nicht alles immer leicht. Und auch ich muss mich immer wieder an das erinnern, was ich weiß und konstant an mir arbeiten. Aber genau das ist der kleine, feine Unterschied zu meinem "alten" Ich: Ich habe es gelernt und habe heute die Möglichkeit, mich daran zu erinnern, was ich weiß, weil ich heute weiß, wie wichtig und notwendig Auszeiten für mein inneres Gleichgewicht sind.


Credits: Photo by rocknwool on Unsplash

Ende Oktober (!) war es soweit: Der Sommer zog aus dem Kleiderschrank aus und der Herbst und Winter zog freudig ein. Da das Wetter sich recht launig zeigt, sodass wir temperatumäßig ständig zwischen Herbst und Winter - je nach Tageszeit - schwanken, habe ich mich entschieden, diese Jahr die Kleidung nicht mehr nach Herbst und Winter zu trennen, sondern gleich beides vom Speicher zu holen. 
Bei diesen Wetterverhältnissen bin ich mehr als glücklich darüber, dass meine Capsule Wardrobe so flexibel ist und ausschließlich aus Teilen besteht, die miteinander (oder treffender formuliert: übereinander) kombinierbar sind. Bei der ein oder anderen morgendlichen Hunderunde benötigte ich tatsächlich schon Handschuhe und bei den Abendspaziergängen sind Schal und Mütze fast schon obligatorisch. Tagsüber werden es aber hin und wieder milde 17 Grad, sodass die dicke Jacke und Co. durch einen Hoodie ersetzt werden können.

Capsule Wardrobe: Herbst/Winter

Ende Oktober (!) war es soweit: Der Sommer zog aus dem Kleiderschrank aus und der Herbst und Winter zog freudig ein. Da das Wetter sich recht launig zeigt, sodass wir temperatumäßig ständig zwischen Herbst und Winter - je nach Tageszeit - schwanken, habe ich mich entschieden, diese Jahr die Kleidung nicht mehr nach Herbst und Winter zu trennen, sondern gleich beides vom Speicher zu holen. 
Bei diesen Wetterverhältnissen bin ich mehr als glücklich darüber, dass meine Capsule Wardrobe so flexibel ist und ausschließlich aus Teilen besteht, die miteinander (oder treffender formuliert: übereinander) kombinierbar sind. Bei der ein oder anderen morgendlichen Hunderunde benötigte ich tatsächlich schon Handschuhe und bei den Abendspaziergängen sind Schal und Mütze fast schon obligatorisch. Tagsüber werden es aber hin und wieder milde 17 Grad, sodass die dicke Jacke und Co. durch einen Hoodie ersetzt werden können.

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